Die Küche Messeniens ist die griechische Land- und Meeresküche: wenige Zutaten, viel Olivenöl, Gemüse der Saison und einfache Zubereitung. Eine Küche, die sich nicht in Szene setzt, und genau deshalb funktioniert sie.
Wie man in einer Taverne bestellt
Als Erstes muss man wissen, dass die griechische Taverne nicht in Gängen denkt wie ein italienisches Restaurant. Man bestellt mehrere Gerichte für den ganzen Tisch und teilt sie: Die Meze, die Vorspeisen, kommen zuerst und reichen oft schon allein für eine ganze Mahlzeit.
Zu den Klassikern, die man fast überall findet, gehören Tzatziki aus Joghurt, Gurke und Knoblauch, Melitzanosalata aus Auberginen, Taramosalata, Dolmades – gefüllte Weinblätter – und frittiertes Gemüse. Dazu kommt immer der Salat: die Choriatiki, der „Dorfsalat“, mit Tomate, Gurke, Zwiebel, Oliven, Oregano und einer ganzen Scheibe Feta obendrauf.
Dann kommen die Hauptgerichte, grob in zwei Familien unterteilt: die vom Grill – Souvlaki, Koteletts, Fisch – und die aus dem Ofen, die sogenannten Magirefta, im Voraus gekocht und lauwarm serviert. Moussaka, gefülltes Gemüse, Lamm aus dem Ofen mit Kartoffeln: Das ist Hausmannskost, und in vielen Tavernen ist sie das Beste auf der Karte.
Der Fisch
An der Küste ist Fisch die natürliche Wahl. In Marathopoli, dem Fischerdorf wenige Kilometer vom Haus, haben die Tavernen am Meer vor allem abends Betrieb, mit der Insel Proti vor Augen und dem Sonnenuntergang mittendrin. In Griechenland bestellt man Fisch in der Regel nach Gewicht: Man sucht ihn aus, er wird gewogen und zubereitet, fast immer vom Grill mit Öl und Zitrone.
Kleine Tavernen wechseln den Fang täglich, je nachdem, was im Hafen angekommen ist: Zu fragen, was es Frisches gibt, ist keine Formalität, sondern die richtige Art zu bestellen.
Selbst kochen
Wer in einem Haus mit voll ausgestatteter Küche wohnt, hat eine Alternative, die man zumindest an ein paar Abenden nutzen sollte. Auf dem Markt und in den Dorfläden gibt es Gemüse der Saison, Feta, Oliven, Brot, und in Marathopoli kauft man den Fisch. Mit dem Grillplatz im Garten ergibt sich der Rest von selbst: Fisch oder Fleisch vom Grill, Salat, gutes Öl, und man isst im Garten, wenn es abends kühler wird.
Es ist auch die günstigste Art, im Urlaub gut zu essen, und an einem Ort mit solchen Zutaten alles andere als eine Notlösung.
Zum Schluss
In den Dorftavernen kommt am Ende des Essens oft etwas, das man nicht bestellt hat: ein Dessert, etwas Obst, ein Gläschen. Das ist kein Fehler auf der Rechnung, sondern eine örtliche Gepflogenheit. Die richtige Reaktion: annehmen.
Gewohnheiten, die man kennen sollte
In Griechenland isst man spät zu Abend. In den Dörfern füllen sich die Tavernen gegen neun Uhr abends und bleiben lange geöffnet: Wer um sieben kommt, findet oft einen leeren Gastraum und eine Küche, die gerade erst anläuft. Sich an die örtlichen Zeiten anzupassen ist nicht nur eine Frage der Atmosphäre, sondern auch der Weg, besser zu essen.
Das Brot kommt auf den Tisch und wird in der Regel separat berechnet, wie ein Gedeck: Es ist kein willkürlicher Aufschlag auf der Rechnung. Leitungswasser wird ganz selbstverständlich in der Karaffe serviert. Und die Rechnung verlangt man fast überall ganz unkompliziert am Tisch.
Was es jenseits der Klassiker zu entdecken gibt
Neben den Gerichten, die jeder kennt, lohnt es sich zu fragen, was gerade Saison hat. Im Frühling gibt es gekochte Wildkräuter mit Öl und Zitrone, die Horta, die zu allem passen; im Sommer das mit Reis und Kräutern gefüllte Gemüse, die Gemista, das stundenlang im Ofen schmort.
In den Dorftavernen ist der interessanteste Teil der Karte oft der, der nicht aufgeschrieben ist: die Tagesgerichte, zubereitet aus dem, was gerade da ist. Danach zu fragen ist genau richtig und freut in der Regel auch die Küche.
Voll ausgestattete Küche und Grill im Garten
Das Haus hat eine Küche mit allen Geräten und Geschirr und einen Grillplatz zwischen den Olivenbäumen: Man isst draußen, mit dem in Marathopoli gekauften Fisch.
Und im Haus erwarten Sie natives Olivenöl extra und Seife aus den Oliven unseres eigenen Olivenhains.